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Transfer-21 (bundesweit)

Anschrift: Freie Universität Berlin; Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung Programm Transfer-21; Arnimallee 9; D-14195 Berlin;; Tel. 030-838-52515; Fax 030-838-56848; Internet www.transfer-21.de/


Transfer-21 greift seit dem 01. August 2004 die Ergebnisse des BLK-Programms „21 – Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ auf und löst das BLK-Programm 21 ab. Das BLK-Programm 21 trat 1999 mit dem Ziel an, die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an allgemeinbildenden Schulen systematisch zu erproben, auf diese Weise die Nachhaltigkeitsthematik in die Schulen zu bringen und die Qualität des Unterrichts generell zu verbessern. Nachhaltige Bildungsziele und -inhalte, innovative und interdisziplinäre Lernorganisationen sowie neue Lernformen wurden in diesem Kontext entwickelt und praktiziert. Ausgangspunkte sind politische Weichenstellungen, die auf der Agenda 21 basieren. Rund 200 Schulen aus 15 Bundesländern haben an dem Projekt teilgenommen und erfolgreich miteinander kooperiert. Öffnung von Schule und damit Verknüpfung von schulischen und außerschulischen Aktivitäten, beispielsweise in den Kommunen und im Kontext lokaler Agenden oder in Form von nachhaltigen Schülerfirmen, spielten eine große Rolle.

Es liegen Unterrichtsmaterialien zu Themen der Nachhaltigkeit vor, es wurden zahlreiche Handreichungen über die Organisation nachhaltiger Bildung an Schulen erstellt und eine Reihe erprobter Lehrerfortbildungskonzepte erarbeitet. Für besonders relevante Themen und Methoden wurden Multiplikatorenprogramme aufgelegt, in denen sich Lehrer oder Mitarbeiter der Landesinstitute und außerschulische Partner als Fortbildner qualifiziert haben. Darüber hinaus sind Empfehlungen für „Richtlinien zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ entstanden, die den Kultus- bzw. Schulministerien der Länder zur Aufnahme in die Rahmenrichtlinien zur Verfügung stehen. Somit existieren eine Fülle von Schulen und Netzwerken, Materialien und Konzepten, die auf die Weiterverbreitung warten. Transfer-21 konzentriert sich momentan auf folgende Aufgaben:

  • Die Expansion auf 10% der Schulen der beteiligten Länder bis 2008, um die Inhalte des BLK-Programms „21“ weiter in die schulische Regelpraxis zu integrieren. Dies soll über eine breite Streuung der entstandenen Materialien, ein breites Internetangebot, die Nutzung der am Programm beteiligten Schulen als Kernschulen, durch Fortbildungsveranstaltungen, Tagungen und ganz wesentlich durch Kampagnen (z.B. Umweltschule in Europa, Agenda-Schule, GLOBE etc.) geschehen.

  • Den Ausbau von dauerhaften Beratungs- und Unterstützungsstrukturen z.B. über Umweltbildungsbeauftragte, Agenda-Beauftragte etc. Diese Akteure sollen umfassend und systematisch weiterqualifiziert werden.

  • Eine umfassende Fortbildung von Multiplikatoren, so dass in jedem Bundesland ein Personenkreis mit hoher Expertise verfügbar ist. Als Multiplikatoren kommen in erster Linie Personen aus Qualifizierungs-, Fortbildungs- und Unterstützungseinrichtungen in Frage (z.B. Landesinstitute, Umweltbildungszentren, Lokale Agenda-Büros etc.).

  • Neu ist die Ausweitung auf Grundschulen und Ganztagsschulen. Das Modellprogramm hat sich zwischen 1999 und 2004 auf die Sekundarstufe I und II konzentriert. Für die Grundschule liegen zwar Materialien und auch fachliche Konzeptionen vor, um diese Schulstufe mit einzubeziehen, derzeit existieren jedoch noch erhebliche Umsetzungslücken. Allerdings ist das Interesse an der Nachhaltigkeit in den Grundschulen auch mit Blick auf die neuen Curricula außerordentlich groß. Für diese Schulstufe werden gesonderte Leistungen erbracht, wie z.B. gesonderte Rubriken auf der Web-Seite, Veranstaltungen, Materialsammlungen und Selbstevaluationskonzepte.

  • Durch Kooperation mit Universitäten, Studienseminaren und Landesinstituten soll die Lehrerbildung in den Transfer miteingebunden und genutzt werden.

So wird durch das Zusammenwirken von Schulen, Multiplikatoren, Universitäten und Studienseminaren in regionalen und/oder landesweiten Kompetenznetzwerken eine besondere Form des Transfers realisiert, von der man sich Synergieeffekte (etwa Stabilisierung der Netzwerke, thematische Weiterentwicklung, Bedarfsorientierung etc.) erhofft.

Gefördert von:
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Auszeichnung
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